“Wie tickt die AfD in München?”

Das meinen die “rechthaberischen Kämpfer” gegen Rechtspopulismus, Grünen-Stadtrat Dominik Krause und Micky Wenngatz von „München ist bunt!“, herausgefunden zu haben (wie man diesem Artikel im Münchner Merkur entnehmen kann) und geben dem Leser ihrer Broschüre auch gleich vier Empfehlungen mit auf den rechten Weg.

Allerdings wurde in all dem Sozialarbeitergeschwurbel übersehen, dass der erste Ratschlag („Es ist nicht klug, sie als gleichberechtigten Gesprächspartner ernstzunehmen“ ) und der vierte Ratschlag („Die etablierten Parteien müssen … mit den Menschen sprechen!“) zu inneren Konflikten führen können: Dem rechtschaffenen Bürger fehlen noch die Handreichungen, woran er die Menschen erkennt, mit denen er ernsthaft reden soll, und jene, die er ausgrenzen soll.

Und die politisch Verantwortlichen sollen dem Bürger politische Entscheidungen erklären.

Einseits schade, dass man da erst jetzt darauf kommt, und andererseits ein neuerliches Zeichen dafür, dass die Unterstützer dieser Plattform, „Mitglieder etablierter Parteien – ‘von der Linken bis zur CSU’“ auch weiterhin nicht gewillt sind, sich an den Interessen der Bürger zu orientieren. Sie sollen ja nur „erklären“, mit anderen Worten belehren oder predigen. Oder sollte man doch lieber sagen „täuschen“.

Zum Glück gibt es noch Wahlen, bei denen der Bürger eine unmissverständliche Rückmeldung geben kann.