Neues aus der Agentur

Haben Sie auch die positiven Nachrichten der letzten Monate bemerkt? Die Zahl der Arbeitslosen sinkt stetig und immer mehr Flüchtlinge drängen in den Arbeitsmarkt?

Ja, es geht uns gut, die Wirtschaft brummt und saugt den Markt auf der Suche nach Arbeitskräften regelrecht leer. Warum nur, fragt man sich zweifelnd, sind die Straßen tagsüber dann so wohlgefüllt mit scheinbar erwerbsfähigen Menschen aus aller Herren Länder?

Zur Aufklärung trägt wie immer ein eigenverantwortlicher und vorurteilsfreier Blick in die amtliche Statistik bei. Unter nachstehender Übersicht finden Sie mehr als genug Zahlen, und mit etwas Geduld auch die Ursache für das oben beschriebene Phänomen.

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Statistik-nach-Themen-Nav.html

Ohne Ihren eigenen Analysen vorgreifen zu wollen, habe ich mir erlaubt, einige Highlights zusammenzufassen.

Die Migrationsflut der letzten 2 ¼ Jahre kommt allmählich auch in den Statistiken an. Insgesamt 959.000 Asylbewerber bezogen im Dezember 2017 Grundsicherungsleistungen, davon wurden 506.860 als arbeitssuchend aufgeführt. Immerhin 210.584 Neubürger gingen im Januar 2018 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, jedoch waren weitere 192.152 bereits wieder arbeitslos. Insgesamt waren somit Ende des vergangenen Jahres bereits 1.151.152 Zugezogene abhängig von Transferleistungen. Flüchtlinge deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, werden hierbei nicht erfasst, da diese noch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Der monatliche Nettozugang in den vergangenen beiden Jahren betrug übrigens 26.561 Flüchtlinge, oder anders ausgedrückt jeden Monat einmal Garmisch-Partenkirchen!

Sicher interessieren auch Sie als Steuerzahler die finanziellen Aufwendungen für diese Personengruppe? Wir kennen Sie schlichtweg nicht und sollten Sie irgendwo vorliegen, werden sie gewiss nicht veröffentlicht, da sie die steuerzahlenden Teile der Bevölkerung verunsichern könnten.

Als kleinen Denkanstoß hier mal ein paar Zahlen der Haushaltsjahre 2014 und 2016 unserer boomenden Landeshauptstadt:

Die Steuereinnahmen erhöhten sich von 3.535 Millionen auf 4.250 Millionen um stolze 20 %. Leider legten auch die Ausgaben in erheblichem Maß zu, die Personalausgaben erhöhten sich um mehr als 15 % auf 1.587 Millionen, die Transferausgaben (was könnte das wohl sein?) stiegen um 25 % von 2.136 Millionen auf 2.680 Millionen an. Mit zahlreichen Eingriffen konnte eine Neuverschuldung gerade noch vermieden werden, so wurden beispielsweise Finanzanlagen im Wert von 408 Millionen und Sachvermögen im Wert von 223 Millionen veräußert. Parallel dazu wurde auf die ursprünglich geplante Kapitalrückführung an die Stadtwerke in Höhe von 114 Millionen verzichtet und die Investitionen von 1.141 Millionen auf 874 Millionen reduziert. Obwohl man sich also kräftig am Tafelsilber bediente, und Lasten in die Zukunft verschob, reduzierte sich der Haushaltsüberschuss von 1.181 Millionen in 2014 auf 325 Millionen im Jahr 2016.

Die Zahlen kann man auf der Seite des Stadtkämmerers finden, sofern man Lust auf 400 Seiten Haushaltsplan hat.

Im Kapitel Immobilienmanagement kann man beispielsweise unter der Nr. 940.1008.5 die Kosten für den Neubau der Feuerwache 4 in Schwabing finden.

82.493.000 Euro ?, irgendwie auch nicht gerade günstig, aber das zahlt ja der Staat…

 

Und all dies ist leider kein Aprilscherz sondern die bittere Realität 🙁

 

Bleiben Sie nachdenklich, es ist immer noch Ihr Geld!

 

Frohe Ostern

 

Ihr

Thomas Rittermann

Direktkandidat Bezirkstagswahl Stimmkreis 106